Zur Funktionsweise des Verfahrens

Der thermische Effekt: die punktuelle Unterkühlung

 

 Die auf das Bauteil auftreffenden Trockeneispellets führen zu einer schlagartigen punktuellen Unterkühlender zu entfernenden Beschichtung oder Verunreinigung.

Aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Schmutzschicht und Werkstück entstehen zwischen den  beiden Schichten thermische Spannungen. Diese verursachen die entscheidende Mikro-Rissbildung in der Schmutzschicht. Die Verunreinigung versprödet und platzt regelrecht ab.

Je höher die Differenz der Ausdehnungskoeffizienten, desto höher ist auch die Abtragsrate und somit die Wirtschaftlichkeit der Trockeneisreinigung insgesamt.


Der kinetische Effekt: Das Absprengen der Beschichtung / Verunreinigung

 

Die hohe kinetische Energie der Trockeneispellets führen nicht nur dazu, dass sie beim Aufprallen auf dem Werkstück verformt und zerkleinert werden, sondern auch dazu, dass Mikrorisse in der Schmutzschicht entstehen. Die kleinen Trockeneispartikel dringen tief in diese Risse ein und unterwandern so die zu beseitigende Materialschicht.


Der Phasenumwandlungseffekt - Das Sublimieren

 

Die Trockeneispartikel, die in die Sprödrisse eingedrungen sind, sublimieren (Übergang von festen in den gasförmigen Zustand) nun schlagartig. Durch die Volumenvergrößerung bei der Sublimation um etwa das 700- bis 1000-fache, wird die zu entfernende Schicht vollständig vom Werkstück getrennt. DasTrockeneisstrahlmedium ist jetzt gasförmig.                                                                  


Das Ergebnis: Eine gereinigte unbeschädigte Oberfläche

 

Im Gegensatz zu traditionellen Strahltechniken ist das Trockeneis-Strahlverfahren ein nicht-abrasives Verfahren. Das bedeutet, dass kein Abrieb am Werkstück entsteht. Die Oberfläche fühlt sich an wie neu.